Relative Value Analysis: Günstig, fair oder teuer?

Was ist Relative Value Analysis?

Relative Value Analysis fragt, ob ein Setup eher: - günstig - fair - teuer wirkt.

Dabei geht es nicht nur um absolute Bewertung. Die Bewertung wird in Relation gesetzt zu: - Wachstum - Analysten-Kurszielen - Momentum-Kontext - erwartetem Upside

So lässt sich besser einschätzen, ob das aktuelle Setup durch die zugrunde liegende Chance gerechtfertigt ist.


Was wird analysiert?

Input Warum er wichtig ist
Forward P/E Grundlegender Bewertungsanker
Umsatzwachstum Stützt oder schwächt die Bewertung
Gewinnwachstum Qualität der Wachstumsstory
Analystenrating / Zielabstand Markterwartung vs. aktueller Kurs
Relative Stärke Trennt gerechtfertigte Stärke von überhitzter Stärke

Typische Outputs

Bewertungszustand Bedeutung
Cheap Das Setup wirkt im Verhältnis zu Wachstum oder Kurszielen attraktiv
Fair Die Bewertung wirkt ausgeglichen
Expensive Das Setup wirkt im Verhältnis zur Stützung überdehnt

Warum das wichtig ist

Eine Aktie kann aus gutem Grund steigen und trotzdem zu teuer sein.

Oder umgekehrt: - ein Name wirkt im Sentiment unspektakulär - ist aber auf Bewertungsseite attraktiv

Relative Value hilft besonders dabei, zu trennen zwischen: - gerechtfertigtem Momentum - und Hype ohne genug Fundament


Signal-Interpretation

Output Bedeutung
Long Das Setup wirkt relativ attraktiv
Short Das Setup wirkt relativ überdehnt oder teuer
Neutral Die Bewertungsseite liefert keinen starken Richtungs-Vorteil

Das Modul liefert zusätzlich: - einen Valuation State - einen Konfidenz-Score - einen Anchor, also worauf sich die Entscheidung am stärksten stützt


Grenzen

  • Für Early-Stage- oder Hype-Namen ist Bewertung oft weniger hilfreich
  • Eine günstige Aktie kann lange günstig bleiben
  • Wachstumsannahmen und Kursziele können sich schnell ändern
  • Einige Sektoren brauchen andere Bewertungsanker als andere

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